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Was passiert eigentlich nach der Geburt?

Nach der Geburt des Kindes beginnt idealerweise das Bonding zwischen Mutter und Kind. Wenn die Mutter das Kind nicht selbst in ihre Hände geboren hat und zu sich genommen hat, so sollte das nackte  Kind direkt nach der Geburt zur Mutter auf die ebenfalls nackte Haut. Das Kind war im Bauch der Mutter umgeben von wunderschönen weichen Eihäuten und so ist die sanfte Haut der Mutter vielleicht ein klein wenig ähnlich im Gegensatz zur rauhen Kleidung bzw. einem Handtuch. An die Mutter geschmiegt, nimmt das Kind den Geruch der Mutter war und hört den vertrauten Herzschlag und ihre Stimme. Auch bei eine Kaiserschnitt kann, sofern die Mutter bei Bewusstsein und mit dem Kind alles in Ordnung ist, das Kind direkt auf die Brust der Mutter gelegt werden! Ist die Mutter nicht bei Bewusstein und dem Kind geht es gut, so sollte der Vater das Bonding übernehmen und das Kind Haut an Haut zu sich nehmen bis die Mutter bereit ist das Kind in Empfang zu nehmen.

Außgehend von einer natürlichen Geburt folgt auf die Geburt des Kindes die letzte Phase der Geburt. Die Nachgeburtsphase. Die Plazenta wird geboren. Die Trennung von Plazenta und Kind sollte erst erfolgen, wenn die Nabelschnur auspulsiert ist. Das späte Abnabeln erleichtert dem Kind den Start in diese Welt. Es wird weiterhin mit Sauerstoff, Nährstoffen und Mineralien versorgt und kann so langsam seinen Atem finden und ankommen. Die Plazenta enthält nach der Geburt ca. ein drittel des gesamten Blutes des Kindes. Wird die Nabelschnur also frühzeitig abgetrennt, so fehlt dem Kind ein essenzieller Teil seines Startpakets. Mehr Blut bedeutet mehr rote Blutzellen, mehr Eisen, ein höheres Geburtsgewicht, mehr Sauerstoff und mehr Stamzellen. Ist alles Blut beim Baby angekommen verklebt und verschließt sich die Nabelschnur von innen. Dies kann man daran erkennen, dass die Nabelschnur komplett weiss ist und nicht mehr pulsiert. Ist die Nabelschnur auspulsiert kann sie durchtrennt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Lotusgeburt. Bei dieser sind Plazenta und Kind miteinander verbunden, bis die Nabelschnur sich von alleine ablöst. Die Plazenta wird für diese Zeit mit Salz und Kräutern haltbar gemacht und kommt meist in eine Plazentatsche. Wer sich nicht sicher ist, ob er direkt nach dem Auspulsieren abnabeln möchte oder wem eine Lotusgeburt zu viel Aufwand ist, kann die Nabelschnur innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt durchtrennen, sobald Eltern und Kind den Zeitpunkt für richtig empfinden.

Irgendwo zwischen dem Zeitpunkt der Geburt, der Geburt der Plazenta und dem Auspulsieren der Nabelschnur wird wahrscheinlich der erste Stillversuch stattfinden. Das Kind fängt an nach der Brust zu suchen. Streicht man dem Kind leicht über die Wange dreht es seinen Kopf dorthin. Hat es die Brust gefunden und erfolgreich angedockt, so beginnt eine wunderschöne Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind. Das erste Saugen des Kindes empfand ich als etwas sehr überwältigendes. Ich konnte mir vorher gar nicht vorstellen, dass soviel Kraft in einem so kleinen Wesen stecken kann.

Ist der erste Stillversuch geglückt und sind Mutter, Vater und Kind im hier und jetzt angekommen, wird die Frau auf Verletzungen untersucht und wenn nötig genäht.

Nach der Geburt setzen die Nachwehen ein, welche häufig beim Stillen auftreten. Diese dienen der Rückbildung und Wundheilung der Gebärmutter. Durch die Kontraktionen werden die Blutgefäße zusammengedrückt und die Wunde (wo vorher die Plazenta saß) kann leichter abheilen. Dieser Heilungs- und Reinigungsprozess nennt sich Wochenfluss und hält etwa vier bis sechs Wochen an.

Das Kind verbringt nun die erste Zeit mit Schlafen, Stillen, Pipi machen und Mekonium ausscheiden. Das Mekonium ist der erste Stuhl des Kindes. Es ist ein zähe dunkle Masse, welche in den ersten 24–48 Lebensstunden des Kindes ausgeschieden wird. Wird das Kind gestillt, so ist der darauffolgende Stuhl farblich eine Mischung aus hellem Gelb und Braun, weich und riecht leicht süßlich.

Diese erste heilige Zeit nach der Geburt dient dem Kennelernen und neu Sortieren, der gerade entstanden Familie oder der größer gewordenen Familie. Jeder der Familienmitglieder muss seinen Platz erst finden und sich langsam an all die neuen Dinge herantasten und ausprobieren, was für ihn funktioniert. Mit der Zeit spielt sich die Familie immer mehr ein und jeder findet wieder seinen Platz und langsam kehrt die Routine ein. Und über die Wochen und Monate wachsen die Fähigkeiten aller und das Familienband wird enger und vertrauter.

Im vorherigen Artiel schrieb ich darüber, was eine Frau für die Geburt braucht. An die dortig erwähnte Checkliste für die Geburt möchte ich auch die Dinge, die die Familie nach der Geburt gebrauchen kann, anhängen. Wenn du Interesse an der Checkliste für die Geburt und danach hast, kann du dich in folgendem Formular eintragen und ich schicke dir die Liste zu, sobald sie fertig ist.

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1 thought on “Was passiert eigentlich nach der Geburt?

  1. So schön deine Beschreibung!! Gibt mir ganz viel Ruhe und Gelassenheit!
    Dank dir so sehr liebe Anna!
    Was war für dich der schönste Moment nach der Geburt? Und welcher für deinen Partner?

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